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Resonably priced Audio Notch

Preiswertes Audio Notch (Gerät)

Im Lab Talk Nummer 45 habe ich gezeigt wie man mit einem externen Notch die Verzerrungsmessungen mit einem QA403 um ca. 10 bis 15 dB verbessern kann.
Das Gerät wurde im September/Oktober 2024 Heft in ELEKTOR vorgestellt. Allerdings ist es durch die Verwendung von Relais für den Eingangsabschwächer und die Frequenzumschaltung recht teuer.
Verzichtet man auf die Frequenzeinstellung und beschränkt sich auf die Messung bei einer Frequenz, zumeist 1 kHz, und realisiert den Attenuator mit einem Drehschalter so kann man sich ein solches Gerät deutlich günstiger bauen.
Bild 1 zeigt das Blockschaltbild. Vor dem eigentlichen Notch Filter braucht man einen Signalabschwächer um den Pegel gegebenenfalls auf den optimalen Wert von ca. 1Vpp (etwa -9 dBV) zu begrenzen. Bei zu großem Pegel erzeugt das Notch selbst harmonische Verzerrungen.
Bei zu kleinem Pegel „versinken“ sie im Rauschen.
Der Signalabschwächer wurde mit einem Drehschalter mit 6 oder 12 Stufen auf einer kleinen Platine realisiert. Als Widerstände wurden bedrahtete Typen verwendet, zumeist 2 parallel um den rechnerischen Wert möglichst gut zu realisieren. 
Es können beliebige Dämpfungsfaktoren realisiert werden. Der Schaltplan Bild 2 zeigt eine Version mit 6 dB Dämpfung pro Stufe, Bild 3 das Layout.

Das eigentliche Notch ist ein duales Fliege Notch (zwei gleiche Filter in Reihe) das im ELEKTOR 9/2022 veröffentlicht wurde. Die Bilder 4 und 5 zeigen den Schaltplan und das Layout. Ursprünglich hatte das Notch nur einen Ausgang mit einer Verstärkung von 10 x (20 dB). Sie ist durch Änderung eines Widerstandes veränderbar.
Mit ein wenig Bastelarbeit kann man sich einen, zwischen flachem Frequenzgang und Notch ohne zusätzliche Verstärkung, umschaltbaren zweiten Ausgang schaffen.
Der flache Frequenzgang (aber mit eventueller Abschwächung) ist am Pin 1 des IC1 abgreifbar, am besten über einen 220 Ohm Widerstand. Ich habe dafür einen Mini Melf benutzt. Pin 7 des IC 2 ist der Notch Ausgang ohne Verstärkung.
Nochmal zur Erinnerung: Die Kondensatoren im Signalweg müssen „COG“ Typen sein, die Widerstände „Thin Film“.

Die Platine des Notches wurde auf eine Spannungsreglerplatine aufgesteckt. Bild 6 zeigt den Schaltplan, Bild 7 das Layout. Die Stromversorgung erfolgt über externe +- 15 V, zum Beispiel aus einem Labor Netzgerät.

Eine LED zeigt Betriebsbereitschft an.

Die Bilder 8, 9, 10,  11 und 12 zeigen die Schaltungen in einem Alu Gehäuse von Hammond (1590).
Als Ein- und Ausgangsbuchsen habe ich Cinch (RCA) verwendet.

Einige Leerplatinen sind noch verfügbar.
alfred_rosenkraenzer@gmx.de